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Bisphosphonate schützen die Knochen

Bisphosphonate schützen die Knochen
Eine biologische Wirkung der Bisphosphonate ist erstmals 1968 beschrieben worden. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurde diese Substanzgruppe stetig weiterentwickelt und umfasst heute sehr potente Wirkstoffe vor allem für die Diagnose und Behandlung verschiedener Knochenerkrankungen. Bisphosphonate sind in der Therapie tumorbedingter Knochenerkrankungen unersetzlich geworden.
Bisphosphonate der neuesten Generation reduzieren Schmerzen bei Knochenmetastasen, beugen einer Schwächung und einem Knochenbruch bei Knochenmetastasen vor und normalisieren tumorbedingt erhöhte Kalziumspiegel. Darüber hinaus gibt es gewichtige Hinweise darauf, dass sie sogar die Absiedelung von Metastasen in den Knochen verhindern können. Dadurch können sie möglicherweise auch das Überleben der Patienten verlängern - in ersten Studien ließ sich dieser lebensverlängernde Effekt bereits bestätigen.

Bisphosphonate verändern Signalsubstanzen im Zellstoffwechsel

Auf Grund ihrer chemischen Struktur haben Bisphosphonate eine besondere Affinität zu Knochenoberflächen und reichern sich in der Zwischenzellsubstanz des Knochens an. Sie greifen in den Stoffwechsel verschiedener Zellen ein und hemmen dadurch vor allem die Reifung und Funktion knochenabbauender Zellen (Osteoklasten). Bisphosphonate verändern auch die Ausschüttung von Signalsubstanzen durch die knochenbildenden Zellen (Osteoblasten) und unterdrücken damit indirekt die Aktivität der Osteoklasten.
Deshalb werden die Bisphosphonate zumeist bei knochenabbauenden, osteolytischen Metastasen eingesetzt. Ein Bisphosphonat der neuen, dritten Generation hat auch eine bewiesene Wirksamkeit auf die knochenbildenden, osteosklerotischen Knochenmetastasen des Prostatakarzinoms.

Eigenschaften der Bisphosphonate

Im Vergleich zu den Bisphosphonaten der ersten und zweiten Generation sind die neuen Präparate der dritten Generation besonders wirksam. Sie brauchen deshalb nur in niedrigen Dosen und nur alle drei bis vier Wochen verabreicht werden. Dies ist auch einer der Gründe für ihre gute Verträglichkeit.
Bisphosphonate werden aufgrund ihrer geringen Fettlöslichkeit schlecht aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Viele Bisphosphonat-Präparate werden deshalb als Infusion über die Vene verabreicht. Da die Therapie mit einem regelmäßigen Arztbesuch verbunden ist, unterstützt sie auch das Arzt-Patienten-Verhältnis und gibt dem Patienten die Gelegenheit, über Probleme zu sprechen.
 

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