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Regelmäßig, in monatlichen Abständen und langfristig wirkt die Bisphosphonat-Therapie am besten

Wenn im Rahmen einer bösartigen Erkrankung Knochenmetastasen auftreten, ist die Knochenstabilität in Gefahr. Gesundes Knochengewebe wird abgebaut und der geschwächte Knochen droht zu brechen. Häufig verursachen Knochenmetastasen auch Knochenschmerzen, die sehr belastend sein können. Eine Therapie mit Bisphosphonaten kann hier dem Abbau von Knochengewebe entgegenwirken und den Knochen schützen. Bisphosphonat-Therapie ist jedoch nicht gleich Bisphosphonat-Therapie: Für den Erfolg spielen die regelmäßige Gabe in monatlichen Abständen und das langfristige Fortführen der Therapie eine wichtige Rolle.
 
Die Empfehlung: alle 3 bis 4 Wochen
Bei Bisphosphonaten, die über die Vene verabreicht werden, wird ein Therapieabstand zwischen den Infusionen von 3 bis 4 Wochen empfohlen. Eine Studie befasste sich mit dem Auftreten von Skelettkomplikationen in zwei Patientengruppen (1): Die Patienten der einen Gruppe erhielten Bisphosphonat-Infusionen entsprechend den Empfehlungen einmal pro Monat, bei den Patienten der anderen Gruppe waren die Abstände zwischen den Infusionen größer. Die Patienten der Gruppe, die seltener therapiert wurde, erlitten beinahe doppelt so häufig Komplikationen aufgrund ihrer Knochenmetastasen. Es gibt also gute Gründe dafür, Bisphosphonat-Infusionen im Abstand von 3 – 4 Wochen zu wiederholen.
In einer weiteren Studie wurden Knochenabbaumarker im Blut von Patienten mit Knochenmetastasen bestimmt, die eine Bisphosphonat-Infusionstherapie erhielten (2). Die Höhe der Blutspiegel von Knochenabbaumarkern ist ein Hinweis darauf, wie stark der Knochen durch die Metastase oder den Tumor abgebaut wird. In den ersten 15 Tagen nach der Bisphosphonat-Infusion waren die Marker bei den Studienteilnehmern sehr niedrig und begannen dann allmählich wieder anzusteigen. Diese Beobachtung legt nahe, dass eine Wiederholung der Bisphosphonat-Infusion nicht zu lange hinausgezögert werden sollte. Auch diese Studie bestätigt: Eine Infusion pro Monat ist optimal.
 
Nicht aufhören, wenn der Tumor fortschreitet
Patienten mit Knochenmetastasen haben ein lebenslanges Risiko für Knochenkomplikationen. Dieses Risiko steigt mit dem Fortschreiten der Tumorerkrankung. Wenn es zudem bereits zu einem metastasenbedingten Knochenbruch gekommen ist, besteht ein größeres Risiko für eine erneute Komplikation am Knochen. Aus diesen Gründen sollte eine Bisphosphonat-Therapie langfristig angelegt sein und insbesondere auch dann fortgesetzt werden, wenn die Knochenmetastasen Probleme bereiten. Mehrere Studien konnten belegen, dass Patienten mit Knochenmetastasen seltener Knochenbrüche erlitten, wenn sie eine Bisphosphonat-Therapie erhielten. Dieser Vorteil war bereits nach einem halben Jahr deutlich und verstärkte sich mit zunehmender Therapiedauer weiter (3,4,5).
 
Quellen:
  1. Hatoum HT, Lin SJ, Smith MR, Barghout V, Lipton A. Zoledronic acid and skeletal complications in patients with solid tumors and bone metastases: analysis of a national medical claims database. Cancer 2008; 113:1438-1445.
  2. Schran H, Ravera C, Skerjanec A, Boisclair M. Regular Dosing of zoledronic acid maintains continuous suppression of osteolysis in patients with malignant bone disease. Bone 2008; 42: 107 - 108.
  3. Ali SM, Esteva FJ, Hortobagyi G, Harvey H, Seaman J, Knight R, Costa L, Lipton A. Safety and efficacy of bisphosphonates beyond 24 months in cancer patients. J Clin Oncol. 2001; 19(14):3434-3437.
  4. Rosen LS, Gordon D, Tchekmedyian NS, Yanagihara R, Hirsh V, Krzakowski M, Pawlicki M, De Souza P, Zheng M, Urbanowitz G, Reitsma D, Seaman J. Long-term efficacy and safety of zoledronic acid in the treatment of skeletal metastases in patients with nonsmall cell lung carcinoma and other solid tumors: a randomized, Phase III, double-blind, placebo-controlled trial. Cancer. 2004; 100(12):2613-2621.
  5. Lipton A, Theriault RL, Hortobagyi GN, Simeone J, Knight RD, Mellars K, Reitsma DJ, Heffernan M, Seaman JJ. Pamidronate prevents skeletal complications and is effective palliative treatment in women with breast carcinoma and osteolytic bone metastases: long term follow-up of two randomized, placebo-controlled trials. Cancer. 2000; 88(5):1082-1090.
 
 

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