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Diagnostik von Skelettkomplikationen

Untersuchungen
Das wichtigste Anzeichen, an dem ein Patient Knochenmetastasen erkennt, sind die Knochenschmerzen. Vereinzelt weist auch ein Knochenbruch erstmals auf die gewanderten Krebszellen hin. Für die Diagnose stehen dem Arzt verschiedene bildgebende Verfahren und Laboruntersuchungen zur Verfügung.

Apparative Verfahren zur Darstellung von Knochenmetastasen

Spezielle Untersuchungen machen die Knochenveränderungen sichtbar:
Röntgen und Knochenszintigraphie
In herkömmlichen Röntgenaufnahmen lassen sich einige Knochenmetastasen aufspüren. Die Knochenszintigraphie ist jedoch sinnvoll, wenn das gesamte Skelett im Hinblick auf eine mögliche Metastasierung untersucht werden soll. Im Gegensatz zum konventionellen Röntgen, das vor allem Veränderungen in der Struktur des Knochens sichtbar macht, gibt die Szintigraphie in erster Linie Aufschluss über Veränderungen des Knochenstoffwechsels. Die Krebszellen verraten sich durch ihren erhöhten Stoffwechsel. Auf diese Weise lassen sich in der Knochenszintigraphie Tumoransiedlungen im Knochen frühzeitig identifizieren.
Im Szintigramm sind jedoch aufbauende Prozesse besser zu erkennen als Knochensubstanz-abbauende.
Magnetresonanztomographie (MRT) – ein besonders empfindliches Verfahren
Als ein besonders empfindliches Verfahren zur Auffindung von Knochenmetastasen gilt die MRT. Damit können Knochenmetastasen bereits entdeckt werden, bevor sie zu einem gesteigerten Knochenabbau geführt haben. Neue Geräte erlauben die Untersuchung des Skeletts innerhalb von 40 Minuten.
PET-CT ermöglicht aussagekräftige Ganzkörperdiagnostik
Auch die Kombination von Positronen-Emissions-Tomographie und Computertomographie, die PET-CT, ein relativ neues bildgebendes Verfahren, gilt als aussagekräftige Untersuchungsmethode zur Diagnostik von Knochenmetastasen. Mit diesem Ganzkörperdiagnoseverfahren lassen sich nicht nur die knöchernen Strukturen, sondern auch die inneren Organe beurteilen.
Mehrzeilen-Spiral-Computertomographie (MSCT) zur Abschätzung der Bruchgefahr
Die MSCT erlaubt eine sehr detailgenaue Darstellung der Knochenstruktur. Sie ist eine geeignete Untersuchungsmethode, um die Bruchgefahr an einer definierten Stelle abschätzen zu können.

Substanzen in Blut und Urin liefern weitere Hinweise

Neben den radiologischen Verfahren stehen verschiedene Blut- und Urinuntersuchungen zur Verfügung:
Kalzium
Eine Erhöhung der Kalziumkonzentrationen im Urin kann auf das Vorliegen von Knochenmetastasen hinweisen, weil durch den tumorbedingten Knochenabbau vermehrt Kalzium aus dem Knochen freigesetzt werden kann. Das gilt vor allem für osteolytische Metastasen.
Abbauprodukte der Knochenmatrix
Bei Knochen-abbauenden Metastasen lassen sich darüber hinaus häufig verschiedene Abbauprodukte des Knochenbestandteils Kollagen Typ I in Blut und Urin finden. Diese Substanzen können auch bei anderen Erkrankungen erhöht sein. Im Fall von Knochenmetastasen jedoch liefern sie nützliche Hinweise auf die Ausdehnung und das Fortschreiten der Krebserkrankung sowie den Erfolg der Therapie.
Alkalische Phosphatase (AP) und Osteokalzin
Für Knochen-aufbauende Metastasen ist die Neubildung von Knochengewebe charakteristisch. Sie geht mit einer Erhöhung der alkalischen Phosphatase (AP) im Blut einher - einem Enzym, das von Osteoblasten gebildet wird und die Einlagerung von Kalzium im Knochen auslöst. Ein weiterer Marker für den Knochenaufbau ist eine erhöhte Konzentration von Osteokalzin im Blut. Auch dieses Kalzium-bindende Protein wird von den Osteoblasten gebildet, die es in die Knochenmatrix einlagern.
 

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